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Anna kann ihr Glück kaum fassen und versucht, ihre Tränen zu verstecken


Anna Ilieschenka ist 77 Jahre alt und wohnt in Grodna, einer Stadt im westlichen Weissrussland, nahe der polnischen Grenze. Sie hat in Usbekistan (Zentralasien) einen Mann aus Weissrussland kennen gelernt und ist mit ihm, in der Hoffnung auf ein besseres Leben, nach Weissrussland gezogen. Ihre eigenen Kinder wohnen immer noch in Usbekistan. Eine Tochter wollte sie zuerst begleiten, um Anna das Leben in ihrer neuen Heimat zu erleichtern. Die Tochter erkrankte schwer und es war ihr unmöglich die anstrengende Reise anzutreten. So lebt Anna allein mit ihrem Lebenspartner in einer Drei-Zimmerwohnung in Grodna. Das Leben war entbehrungsreich, trotzdem leiden beide einige Zeit keinen Mangel. 
Annas Partner erkrankte sehr schwer und verstarb nach einer kurzen, aber heftigen Leidenszeit. Mit den rechtlichen Angelegenheiten nicht vertraut, hatten es beide Rentner versäumt, die Wohnung rechtzeitig auf Anna zu überschreiben. Da die leiblichen Kinder des Mannes mit dieser Verbindung schon zu Beginn etliche Mühe hatten, versuchen sie nun mit allen legalen Mitteln, Anna aus ihrer Wohnung zu vertreiben. Neben den Feindseligkeiten und Sticheleien der Stiefkinder, leidet Anna unter schweren Herzproblemen, und auch der Blutdruck spielt oft verrückt. Anna weint bei unserem Besuch und versucht die Tränen zu verstecken. Sie dankt herzlich für das grosse und schwere Weihnachtspäckli, reich gefüllt mit Esswaren, Artikeln für die Körperhygiene und praktischen Dingen für den Alltag. Da Anna CHF 130.– zum Leben reichen müssen, ist das Päckli eine grosse Erleichterung. Die Nebenkosten für die sanierungsbedürftige Wohnung reissen Monat für Monat riesige Löcher in das schmale Budget der Rentnerin.
Mit all den familiären und gesundheitlichen Problemen in diesem für Anna fremden Land ist diese alte Frau tatsächlich enorm überfordert und es gibt niemanden der ihr hilft. Wie gut tun da die Ermutigung und der liebevolle Gruss, den sie durch das Päckli erhält!

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Gemeindeschwester Nelly


Die Gemeindeschwester Nelly aus der Ortschaft Welikaja Pjatigorka, Ukraine, führte uns zu alten, gebrechlichen und alleinstehenden Menschen. Sie verstand es auf ihre herzliche und einfühlsame Art wunderbar uns die Türen und Herzen für unsere Besuche zu öffnen. Etliche eindrückliche Schicksale mussten wir erfahren. So die traurige Geschichte von Maria und Anatoli, der in eine grosse Säge gefallen war und bereits mehrere Operationen hinter sich hatte. Für weitere dringend notwendige Operationen fehlte nun das Geld, und zu allem Elend wurde nun bei Anatoli auch noch die Krankheit MS diagnostiziert.
Wo man hinschaut, sind die Armut, die Not und das unbeschreibliche Elend riesig gross in diesen ländlichen Gebieten. Nelly, fast eine zweite Mutter Theresa, ist an sieben Tagen der Woche mit zwölf bis vierzehn Arbeitsstunden für ihre Leute da. Da sie vor einigen Jahren einen Unfall hatte und seitdem nicht mehr mit dem Velo unterwegs sein kann, bewältigt sie ihr gesamtes Pensum zu Fuss (und das auch bei Minustemperaturen). Unglaublich, was diese tapfere Frau alles leistet!

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Nothilfe für Tanja


Tanja Sinjawskaia arbeitet als Tierärztin in einem Labor. Ihr Mann hat sich in einem Wohnheim, in dem die Familie ein Zimmer bewohnte, in eine andere Frau verguckt und seine Familie verlassen. Seit drei Jahren lebt Tanja mit ihren vier Kindern (Genia 17, Lisa 12, Sergei 6, Sonja 4) nun in einem kleinen Häuschen, das sie dank der Hilfe des staatlichen Programms für kinderreiche Familien kaufen konnte. 70% davon zahlt der Staat und 30% wird als Kredit gesprochen; mit der Auflage den Kredit innerhalb der nächsten 40 Jahre zurückzuzahlen. Ihr Verdienst ist äusserst gering. Aber die 600’000 Rubel (CHF 223.–) sind im Vergleich zu den vorigen Einkünften schon als enorm zu bezeichnen.
Als Freude in ihrem Leben bezeichnet sie die Freundinnen, die in schwierigen Zeiten bedingungslos zu ihr gehalten haben. Auch die Kleiderhilfe und die Lebensmittelpakete sind Tanja eine grosse Hilfe.
Es betrübt sie, dass ihre Kinder oft krank sind. Da aber in der Zwischenzeit auch ihre Mutter zu ihnen gezogen ist, kann sie trotzdem zur Arbeit gehen und erhält damit den vollen Lohn.
In dieser Lage sind die Päckli aus der Schweiz eine grosse und überaus willkommene Hilfe. Begeistert packen die zwei jüngsten Kinder ihre Päckli aus und zaubern mit Stauen Spielzeug, Süssigkeiten und Schulmaterial hervor.

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«Verweigere keinem Bedürftigen eine Wohltat, wenn es in deiner Hände Macht steht.» (Spr. 3,27)


Herzlichen Dank für die Wohltat, welche Sie durch ihren diesjährigen Beitrag zum Gelingen der «Aktion Weihnachtspäckli» geleistet haben. Im Namen von Menschen wie Olga wollen wir Ihnen von ganzem Herzen unseren tiefsten Dank ausdrücken.